Neben dem Zungenpiercing und Augenbrauenpiercing erfreut sich das Lippenpiercing großer Beliebtheit. Dafür haben sich mittlerweile auch Fachbegriffe gebildet wie Labret-Piercing, die meist ein Piercing der Unterlippe kennzeichnen. Piercings auf der Oberlippe werden als Madonna oder Medusa-Piercing bezeichnet. Bevor das Lippenpiercing als Schmuck in der westlichen Welt in Mode kam, waren die Piercings auf der Lippe in anderen Kulturen weltweit seit Jahrhunderten im Einsatz. Nun ist diese Modeerscheinung fester Bestandteil der Jugendkultur, insbesondere in der Techno- und Punkszene. Sehr beliebter Unterlippenpiercing ist ein Ring der die Unterlippe seitlich umschließt.
Die Kosten sind mit 40-80 Euro relativ günstig, doch sollte der Preis nicht zum unbedachten Handeln verlocken. Zwar wächst der Stichkanal wieder zu, wird das Piercing entfernt, doch kann langfristig eine Narbe hinter bleiben. Zwar sind die Risiken den Lippenpiercings nicht so hoch wie beim Zungenpiercings. Probleme können bei Männern insbesondere beim rasieren auftreten, daher sollten Jungs bei der Rasur den Lippenpiercing sind raus nehmen. Bei Frauen wie auch Männern können Probleme auftreten, wenn eine Zahnspange getragen wird. Das Lippenpiercings kann schnell verschleißen und die Spange beschädigt werden. Zudem sollte auf großen schweren Schmuck verzichtet werden, da dadurch die Lippen verformt werden können. Selber stechen sollte man unterlassen, da die Gefahr einer Infektion droht.
Arten
Das Lippenpiercing gibt es in verschiedenen Arten und Variationen, wie etwa als Unterlippenpiercing oder Oberlippenpiercing. So gibt es Pflöcke, Plugs, Lippenteller, sogenannte Lowbrets, Wangenpiercings etc. Häufig zu sehen ist das Medusa Piercings welches oberhalb der Oberlippe gestochen wird. Das Stechen ist in dem Bereich sehr schmerzhaft. Das Madonnapiercing (auch Monroe Piercing) hingegen wird seitlich und tiefer als das Medusapiercing zwischen Nase und Oberlippe gestochen. Besonders krass sind die Piercings im Lippenrot, die durch die Unterlippe gestochen werden, auch bekannt als Eskimo-, Jestrum-, Lane-, Ashley- und Racoon-Piercing in diversen Ausprägungen.