Ohrschmuck

Das Gesicht ist häufig der erste Eindruck eines Menschen - dazu zählen auch die Ohren. Deshalb sind die Ohren ein beliebtes Zentrum, um sich mit Schmuck auszutoben. Seit Jahrtausenden entwickelt sich der Ohrschmuck und bietet eine Variation und Vielfalt, wie bisher keine andere Schmuckart. Von verspielten Ohrsteckern bis hinzu eleganten Ohrringen, Ohrhängern oder Vintage Ohrclips, ist ein Ende der Vielfalt nicht in Sicht.

Für den Ohr Schmuck sind insbesondere Materialien wie Gold, Silber und Bronze gefragt. Aber auch Kristall, Glas und Polymer peppen den Ohrschmuck enorm auf und erweitern die Vielfalt durch vielen Farben und Formen wie beispielsweise rote Herzen, grüne Donuts, blaue Vögel. Bisschen verspielter auch mit rosa Schmetterlinge, gelben Sonnen, lila Blumen oder gar grün-türkise Figuren. Ein ganz moderner Trend sind die Piercings im Ohr - schwer gefragt als Modeschmuck, jedoch nicht jedermanns Ding. Insbesondere Frauen lassen sich Piercings in die Ohren stechen.

Ohrschmuck, das klingt ganz als wäre es nur was für Frauen und Mädchen. Doch auch Männer tragen Clips und Ringe an den Ohren als Modeschmuck. Herren Ohrringe erfreuen sich wieder seit den 80ern einer großen Nachfrage. Diese kleinen Accessoires erfreuen sich bei den Männern immer größerer Beliebtheit, denn auch das Gesicht des Mannes will mit einem Ohrring oder auch zwei betont werden. Insbesondere in den 70er Jahren wurde Ohr Schmuck bei Männern populär. Angefangen mit einem dezenten Ohrstecker im linken Ohr, nahm das Ausmaß des Ohrschmucks für Herren immer größere Dimensionen an. In den 80er Jahren waren Ohrringe in beiden Ohren des Mannes angesagt - die Jugendkultur schrieb den Männern keine Grenzen vor, wie viel und welcher Herren Ohrschmuck zu tragen ist.

Während füher das Ohrlöppchen mit einer heißen Nadel durchgestochen wurde und schließlich mit einem golddraht oder Bleidraht durchgezogen wurde, gibt es erst seit den 1880er Jahren neuartige Geräte, um die Ohrläppchen ordnungsgemäß zu durchstechen. Im 19. Jahrhundert waren die sogenannten Ohrlochzangen üblich, die dann ab 1958 von Ohrlochpistolen abgelöst wurden. Mit der heutigen Methode wird die Nadel durch das Ohrläppchen geschossen, der Ohrring wird anschließend in der Loch im Ohrläppchen geführt. Damit sich die Verletzung nicht entzündet, gibt es spezielle Ohrringe und Stecker auf speziellem Stahl. Dieser spezielle Ohrstecker oder Ring kann nach sieben bis acht Wochen entfernt werden, da dann die Verletzung geheilt ist - ab dann kann aller möglicher Ohr Schmuck durch das Loch am Ohrläppchen geführt werden.

Doch es kann nach dem Durchstehen des Ohrläppchens auch Komplikationen geben. Rund 50 bis 80% der Menschen haben eine Allergie gegen den Metallschmuck. Es können Reizungen und Entzündungen entstehen. Sollte keine ärztliche Hilfe aufgesucht werden und der Schmuck entfernt werden, können Geschwüre entstehen und Zellen absterben. Nur reine Edelmetalle wie Silber oder Gold verhalten sich auf der Haut neutral, können aber auch oxidieren und Probleme verursachen. Doch keine Sorge, es gibt genug anderen Modeschmuck, den man am Körper tragen kann.